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Eiskalt und berechnend – intelligentes Kühler-Steuerungssystem von Coca-Cola
Intelligente Kühlsysteme passen ihre Leistung dem Bedarf an.
Deutschlandweit stehen in Supermärkten, Tankstellen, Kiosken, Flughäfen und Bahnhöfen über 277.000 Kühler mit Getränken von Coca-Cola. Stellen Sie sich vor, all diese Geräte könnten denken. Sie „sehen“, wenn sich jemand nähert, und bringen sich schon mal auf Betriebstemperatur. Binnen einer Woche lernen sie, dass sie meist erst ab 8:00 Uhr gebraucht werden, und bleiben bis dahin einfach im Stand-by-Modus. Das spart Energie, die sie dafür in Stoßzeiten nutzen. Zum Beispiel zur Mittagszeit, wenn „der Laden brummt“ und ständig Getränke aus dem Kühler entnommen werden.
Alles ferne Zukunftsmusik? Nein, denn Technologien dieser Art sind bereits Wirklichkeit. Sie existieren in Form des Steuerungsgerätes EMS, das Coca-Cola für die handelsüblichen Kühlsysteme entwickelt hat. Es denkt mit und lernt auch ohne manuelle Einstellung, wie es die Kühlung dem Bedarf im jeweiligen Markt anpassen muss. Das Gerät merkt sich, wann und wie oft die Tür geöffnet wird, und speichert diese Daten ab. Daraus entsteht ein detailliertes Nutzungsprofil, das den Einsatz einzelner Komponenten wie Licht, Kompressor und Temperaturfühler gezielt regelt.
Durch das EMS-Modul können bis zu 35% Energie gespart werden.
Der Name EMS steht für Energy Management System. Die Anlage ermöglicht eine optimale Kühlleistung und spart durch die bedarfsgerechte Nutzung bis zu 35% Energie. Dank der intelligenten Programmierung, zu der auch ein geschicktes Strommanagement gehört, steigt zugleich die Lebenserwartung dieser Kühler. Denn die Bauteile werden nicht mehr durch ständige Spannungsschwankungen überstrapaziert.
„Mit dieser Technologie kommen wir den Handelspartnern entgegen, die für ihre Märkte explizit umweltfreundliche Kühler verlangen. Anderen stellen wir die Geräte vor und überzeugen sie nicht zuletzt mit dem kostensparenden Aspekt, den das Energiesparen mit sich bringt“, erklärt Andreas Oelschlägel, Projekt- und Prozessmanager im Bereich Vertrieb der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG. „Wir wollen unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten und rüsten deshalb kontinuierlich um. In Deutschland sind schon rund 75.000 Kühler mit EMS-Modul oder anderen Energiesparlösungen im Einsatz.“ Leider ist die Umstellung nicht so einfach, wie er sich das wünscht: „Insgesamt nutzen Handel und Gastronomie in Deutschland mehr als 277.000 unserer Kühler. Aber wir können nicht alle mit dem Steuerungsgerät ausstatten – das funktioniert am besten und wirkungsvollsten bei den Großgeräten im Handel. Insofern ist der Anteil von 27% schon wieder ein gutes Ergebnis“, erläutert Andreas Oelschlägel.
Kein Einsatz klimaschädlicher Fluorkohlenwasserstoffe
Dann leitet er gleich zum nächsten Thema über, das ihm genauso sehr am Herzen liegt und sich für große wie kleine Kühler anwenden lässt: „Unterstützt von Greenpeace und dem Umweltprogramm der UNO hat Coca-Cola ein Kühlungssystem entwickelt, das auf die klimaschädlichen Fluorkohlenwasserstoffe verzichtet. Zugleich wird es der geforderten Leistungsfähigkeit gewerblich genutzter Kühlgeräte gerecht“, berichtet er und richtet den Blick in die Zukunft. „Wir wollen unser Engagement im Klimaschutz weiter ausbauen und nur noch, soweit technisch möglich und sinnvoll, FKW-freie Kühler und Kühler mit dem Energiesparmodul EMS einkaufen“, so Andreas Oelschlägel. „Wenn Geräte schon mitdenken können, sollten sie das schließlich auch tun“, fügt er verschmitzt hinzu.
Dr. Daniela Büchel, Bereichsleiterin Konzernmarketing/Nachhaltigkeit der REWE Group, über die Bedeutung von energiesparenden Kühlern für den Handel.
Für die REWE Group ist es von großer Bedeutung, dass auch unsere Partner-Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen. Die Optimierung der Energieeffizienz ist für uns ein zentrales Handlungsfeld im Rahmen unserer Klima- und Umweltschutzaktivitäten. Im Handel gehört die Kühlung zu den Hauptverbrauchern von elektrischer Energie. Zur Verringerung des Energiebedarfs haben wir gruppenweit zahlreiche Maßnahmen angestoßen. Wir begrüßen, dass auch unsere Industriepartner uns auf diesem Weg begleiten.
Voller Einsatz für weniger Energie
Dr. Klaus Stadler steuert als Direktor Umwelt und Schutz der Wasser-Ressourcen die Umsetzung der Klimastrategie von Coca-Cola in Europa. Zugleich kommt er den Verpflichtungen des Getränkeherstellers in Deutschland nach und arbeitet zusammen mit dem WWF.
Dr. Klaus Stadler, Direktor Umwelt und Schutz der Wasser-Ressourcen
Welche Schwerpunkte beinhaltet die Klimastrategie von Coca-Cola?
Weltweit verfolgen wir eine einheitliche Vorgehensweise und konzentrieren uns vor allem auf die Bereiche, bei denen wir die größten Effekte erzielen können. Bei der Analyse unserer Unternehmensprozesse haben wir festgestellt, dass Kühler und Verpackungen den größten Teil der Treibhausgas-Emissionen ausmachen, gefolgt von Produktion und Transport, die deutlich weniger verursachen.
Wie kann Coca-Cola den Energieverbrauch der Kühler senken?
Dazu haben wir zwei Strategien entwickelt: Zum einen setzen wir auf FKW-freie Kühler und werden im Jahr 2015 weltweit zu 100% FKW-freie Neugeräte einsetzen. Zum anderen haben wir für die Kühlgeräte ein spezielles Steuerungssystem entwickelt, das die Kühlleistung exakt dem Bedarf anpasst und 30 bis 35% Energie spart.
Mit welchen Maßnahmen trägt Coca-Cola in der Produktion zum Klimaschutz bei?
Wir arbeiten unter anderem mit dem WWF zusammen, mit dem wir umfassende Analysen zur Effizienzsteigerung durchführen und ein Energiesparprogramm entwickelt haben. Außerdem zeigt die Offenlegung bewährter Methoden und Verfahren im gesamten Unternehmen Potenziale auf und dient der Optimierung unserer Prozesse. In Deutschland wollen wir bis 2015 die CO2-Effizienz im Vergleich zu 2004 um ca. 20% erhöhen.
Wie engagiert sich Coca-Cola bei der Reduzierung des CO2-Ausstoßes?
Wir unterstützen aktiv die Entwicklung des CO2-Fußabdrucks von Unternehmen, da er, stellvertretend über den Ausstoß von Kohlendioxid, die Effizienz des Unternehmens abbildet. Deshalb beteiligen wir uns auch an einem entsprechenden europäischen Projekt zur Entwicklung der Rahmenbedingungen für Scope 3. Unser Verständnis von gesellschaftlicher Verantwortung beinhaltet, dass wir die Verbraucher sehr transparent und nachvollziehbar über unser Engagement zum Klimaschutz informieren.